Du willst, dass Lernen in eurer Organisation ankommt und wirkt. Der Abhak-Kultur trittst du entgegen, wo immer es geht.
Wirkung entsteht für mich vor allem im Dazwischen. Jeder Mensch bringt schon etwas mit, und immer wieder kommt Neues auf ihn zu. Zwischen einer fremden Frage und der eigenen Antwort passiert viel. Dieses Dazwischen braucht herausfordernde Reibung und mutmachenden Halt. Ohne Reibung bleibt Lernen gefällig und verschenkt die wünschenswerten Herausforderungen. Ohne Halt kann es überfordern und zur frustrierenden Pflicht werden.
Lernende sind für mich keine leeren Gefäße, in die wir Wissen einfüllen. Lernen entsteht im Dialog. Darum teilen wir Verantwortung: Ich trage die pädagogische Verantwortung für den Rahmen, du und ihr tragt die Verantwortung für euer eigenes Urteil. So wachsen mündige Lernende.
Praktisch arbeite ich mit belegten Lernprinzipien und frage zuerst, warum gelernt werden soll, und erst danach, womit. Oft hilft weniger: Bevor etwas Neues dazukommt, schauen wir, was wegfallen darf. Das Ziel ist klar: Menschen und Organisationen sollen sich entfalten dürfen, mit Neugier, Urteilskraft und Lust aufs Weiterlernen.
Neuen Themen wie KI begegne ich neugierig und kritisch zugleich. Eine Liste mit sogenannten Future Skills zeigt lediglich, wie das Wetter auf See werden könnte. Welchen Kurs du und ihr setzt, zeigt erst der Blick auf die Aufgaben und Anforderungen.